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Donnerstag, 29. März 2012

11-11-11 - Das Tor zur Hölle








11-11-11 - Das Tor zur Hölle
(11.11.11)
mit Timothy Gibbs, Michael Landes, Wendy Glenn, Benjamin Cook, Lolo Herrero, Salome Jiminez, Brendan Price, Denis Rafter, Angela Rosal, Lluis Soler, Jose Bertolero, Oscar Valsecchi, Jose Antonio Marin, Luis Alba, Jesus Cuenca
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: Darren Lynn Bousman
Kamera: Joseph White
Musik: Joseph Bishara
FSK 16
Spanien / USA / 2011

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein bekannter Autor namens Joseph Crone, der nach dem tragischen Tod seiner Frau und seines Sohnes nach Spanien reist, um sich dort um seinen Bruder Samuel und seinem sterbenden Vater zu kümmern. In seiner Trauer erscheint ihm plötzlich immer wieder die Zahl 11 und lässt ihn nicht mehr los. Als er der rätselhafte Erscheinung nachgeht, findet er heraus, dass es sich bei der Zahl 11-11-11 um eine Warnung aus dem Jenseits handelt.


Wohin man auch sieht, das neue Werk von Darren Lynn Bousman ( Saw II - IV, Mother's Day) erntet eher durchschnittliche bis schlechte Kritiken. Manch einer betitelt den Film sogar als äußerst langweilig, was ich persönlich nun überhaupt nicht nachvollziehen kann. Vielleicht liegt diese Einschätzung vieler Leute ganz einfach in einer vollkommen falschen Erwartungshaltung begründet, denn "11-11-11 - Das Tor zur Hölle" ist ganz bestimmt kein actiongeladener-und bluttriefender Horrorfilm, sondern bietet vielmehr sehr soliden Okkult-Horror, der zugegebenermaßen mit einer äußerst ruhigen Erzählweise versehen ist. Wer ein temporeich inszeniertes Szenario erwartet, ist hier definitiv fehl am Platze, die Geschichte ist nämlich für Freunde des Okkulten ausgelegt, die eine religiöse Hintergrund-Thematik zu schätzen wissen. OK, die Handlung ist ganz bestimmt nicht sonderlich innovativ ausgefallen, ähnlich ausgelegte Geschichten hat man schon oft genug gesehen. Dennoch kann man hier sehr wohl auf seine Kosten kommen, denn insbesondere in atmosphärischer Hinsicht hat das Werk eine ganze Menge zu bieten. Eine düstere Optik und eine äußerst dichte Grundstimmung sorgen trotz mangelnder Action für eine gepflegte Gänsehaut-Atmosphäre und auch ein guter Spannungsaufbau ist meiner Meinung nach auf jeden Fall vorhanden.

Sicherlich mangelt es "11-11-11" ein wenig an absoluten Highlights, denn die Ereignisse gestalten sich doch bis auf das Finale eher unspektakulär und sehr nüchtern. Diesen Aspekt jedoch gleich mit Langeweile gleichzusetzen, halte ich doch für ziemlich überzogen und unfair, denn strahlt das Szenario doch jederzeit eine sehr unheilvolle Note aus und lässt durchaus bedrohliche Züge erkennen. Zwar werden diese hauptsächlich nur angedeutet, doch gerade durch diesen Schachzug entfaltet sich doch die unheimliche Faszination eines Geschehens, das für den Zuschauer erst ganz am Ende so richtig greifbar wird. Ich finde, das Bousman sogar sehr gekonnt die Spannung immer weiter ansteigen lässt, die sich dann letztendlich in einem absolut sehenswerten Finale so richtig entladen kann. Natürlich liegt das wie immer im Auge des jeweiligen Betrachters, doch ich liebe diese Filme, in denen der Horror auf extrem subtile Art zum Vorschein kommt und die ganze Zeit über lediglich in Vermutungen und Andeutungen zum Vorschein kommt.

Insbesondere die Unsicherheit des Zuschauers wie sich die mysteriösen Ereignisse nun wirklich zueinander verhalten ist in diesem Fall ein nicht zu unterschätzender Aspekt für ein streckenweise sehr gruseliges Filmvergnügen, auf das man sich allerdings auch einlassen muss. Denn hauptsächlich ist die Geschichte sehr dialoglastig, wirkliche Action findet im Prinzip gar nicht statt, dafür wird man jedoch mit diversen Passagen konfrontiert, die zu Beginn eher für etwas Verwirrung sorgen können und erst ganz am Ende die endgültigen Zusammenhänge erkennen lassen. Bousman hat eine altbewährte Thematik gut-und spannend in Szene gesetzt und vollkommen beabsichtigt auf explizite Gewalt verzichtet, die in diesem falle auch vollkommen deplaciert gewesen wäre. Dafür lebt die Story von ihren gut agierenden Darstellern und der äußerst mysteriösen Note, die sich ganzzeitig wie ein roter Faden durch die Handlung zieht.

Im Endeffekt ist "11-11-11 - Das Tor zur Hölle" ganz bestimmt kein Meilenstein und der Story-Plot ist noch nicht einmal sonderlich innovativ, dennoch bekommt man absolut sehenswerte Genre-Kost geboten. Geschmäcker sind nun einmal verschieden, doch wer Filme mit religiöser Hintergrund-Thematik liebt, der wird auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Ich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann nur eine Empfehlung für diesen okkulten Horror-Thriller aussprechen, der auf jeden Fall viel besser ist, als manche Kritik es vermuten lässt.


Fazit:


Subtiler Okkult-Horror, eine herrlich dichte Atmosphäre und gut aufspielende Darsteller sorgen dafür, das man den neuen Film von Darren Lynn Bousman durchaus oberhalb des üblichen Durchschnitts ansiedeln sollte. Eventuell erreicht das Szenario nicht das Level der absoluten Hochspannung, es als langweilig oder uninteressant zu bezeichnen ist maßlos überzogen. man sollte von Anfang an mit den richtigen Erwartungen an die Story herangehen, dann erlebt man auf keinen Fall eine Enttäuschung.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1:2,40 (16:9)
Laufzeit: 91 Minuten
Extras: Audiokommentar, Deleted Scenes, Behind the Scenes, Originaltrailer, Trailershow


7/10

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