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Sonntag, 20. Mai 2012

Der Killer









Der Killer
(Skeleton Lake)
mit Bryan Larkin, Hugh Lambe, Bob Cymbalski, Robert Nolan, Mark Munro, Damon E. White, Frank Ieraci, Lee Sandford, Bass Stewart, Ramen Zarafshan, Ryan Borg, Sean McAulay, Merella Fernandez
Regie: Neil Mackay
Drehbuch: Neil Mackay / Sean McAulay
Kamera: Kevin Rasmussen
Musik. Wojciech Golczewski
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2012

Der Krieg ist zu Ende. Aber nicht für ihn. 6 Bankräuber fliehen mit 3 Millionen Dollar in einen einsamen Wald. Allerdings ist der Wald nicht so verlassen, wie es anfänglich scheint. Ein Kriegsveteran mit einem unerschöpflichen Waffenarsenal hat es auf sie abgesehen. Das Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Es werden keine Gefangenen gemacht. Hier kommt keiner lebend raus!


An der kurzen Inhaltsangabe kann man schon erkennen, das der Regie-Erstling von Neil Mackay nicht unbedingt eine innovative Geschichte erzählt, denn solche oder ähnlich gelagerte Szenarien hat man schon oft genug zu sehen bekommen. Dennoch handelt es sich bei "Der Killer" um einen durchaus sehenswerten Actioner, der teilweise auch die Züge eines Backwood-Slashers erkennen lässt. Zugegebenermaßen beinhaltet der Story-Plot auch einige Defizite, so darf man beispielsweise keinerlei inhaltliche Tiefe erwarten, denn die Grundgeschichte ist doch nicht mehr als eine ziemlich dünne Rahmenhandlung. So sollte der Zuschauer dann auch keine tiefgehenden Charakterzeichnungen erwarten, die Figuren werden eher extrem oberflächlich eingeführt und man erfährt nur das Nötigste, um dem Geschehen folgen zu können. An dieser Stelle hätte man sich gerade etwas mehr Hintergrundinformationen über die Motive des Killers erwartet, die allerdings leider nicht geboten werden.

Andererseits ist dies aber auch als Vorteil anzusehen, denn zu sämtlichen Personen baut man so gut wie überhaupt keine Beziehung auf, so das einen das Ableben diverser Figuren nicht weiter stört. Es entfalten sich keinerlei Emotionen und auch die Symphatiewerte halten sich im unteren Rahmen. Manch einem mag das eventuell eher störend vorkommen, aber so kann man sich emotional unbeteiligt an der Hetzjagd im Wald beteiligen und betrachtet die Ereignisse aus einem neutralen Blickwinkel. Was dem Film ein wenig abgeht sind einige Überraschungsmomente oder eine Wendung des Geschehens. Die Story ist dafür viel zu vorhersehbar und man kann im Prinzip schon nach einer relativ kurzen Spieldauer erahnen, wie das Ganze am Ende ausgeht.

So baut sich dann auch nie ein wirklicher Spannungsbogen auf und auch die vorherrschende Grundstimmung nimmt nie die bedrohlichen Züge an, mit der man sie sicherlich hätte ausstatten können. Vielleicht liegt es an der noch mangelnden Erfahrung des Regisseurs, denn mit dem vorhandenen Budget von gut 1.000.000 CAN $ wäre bei etlichen Aspekten mehr möglich gewesen, als man letztendlich zu sehen bekommt. So gestaltet sich auch die Jagd durch die Wälder etwas eintönig und monoton, es fehlt ganz einfach der letzte Kick, um den Funken letztendlich wirklich überspringen zu lassen. Dabei sind sämtliche Zutaten enthalten, so das trotz mangelnder Innovation ein noch besserer Genre-Beitrag hätte gelingen können, so aber siedelt sich "Der Killer" lediglich im breiten Durchschnittsbereich an, was aber auch nicht das Schlechteste ist. Auch im Bezug auf den Härtegrad bekommt man nicht das geboten, was die hohe Alterseinstufung einem andeutet. Zwar gibt es einige durchaus blutigere Einstellungen, insgesamt gesehen hätte nach heutigen Maßstäben auch eine 16er Freigabe vollkommen ausgereicht.

Im Endeffekt ist dieses Regie-Debüt gar nicht einmal schlecht gelungen und bietet auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung. Man merkt das Bemühen der Macher, dem Zuschauer einen gelungenen Film zu präsentieren, hat dabei aber vielleicht die grundlegenden Dinge etwas vernachlässigt. Etwas mehr Spannung, eine dichtere Atmosphäre und etwas mehr Informationen über die Motive des Killers hätten einen besseren Eindruck hinterlassen, doch auch in vorliegender Form handelt es sich immer noch um einen sehenswerten Film, den man sich ohne Bedenken zu Gemüte führen kann.


Fazit:

"Der Killer" bietet solide Genre-Unterhaltung, die man jedoch mit etwas mehr Liebe zum Detail und einigen Überraschungsmomenten weitaus interessanter hätte gestalten können. So bekommt man ein Geschehen präsentiert das gut zu unterhalten weiß, aber keinen allzu nachhaltigen Eindruck im Gedächtnis hinterlässt.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 90 Minuten
Extras: Trailer


6,5/10

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