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Montag, 29. Oktober 2012

Airborne









Airborne
(Airborne)
mit Mark Hamill, Gemma Atkinson, Craig Conway, Sebastian Street, Alan Ford, Jukian Glover, Peter Barrett, Dominic Burns, Kimberly Jaraj, Simon Philips, Jazz Lintott, Rita Ramnani, Billy Murray, Andrew Shim
Regie: Dominic Burns
Drehbuch: Paul Chronnell
Kamera: Alessio Valori
Musik: Matthew Williams
FSK 16
Großbritannien / 2011

Obwohl heftige Orkanböen herrschen und in der ganzen Stadt der Ausnahmezustand verhängt wird, macht sich ein Jumbojet auf den Weg von Gatwick nach New York. Als die Maschine in der Luft ist, spielen sich seltsame Dinge ab. Passagiere verschwinden und die beiden Piloten liegen mit durchschnittener Kehle im Cockpit. Der Autopilot hat die Kontrolle übernommen und der Terror beginnt ...


Wenn man sich im Netz einige Kritiken über diesen Film durchliest, können schon die schlimmsten Befürchtungen beim Zuschauer aufkommen, wird doch von einer wirren Handlung und auch von einem schwachen Drehbuch gesprochen. Und zugegebenermaßen ist "Airborne" ganz sicher ein B-Movie, der die Meinungen ziemlich spalten wird. Hier kommt es ganz stark auf die eigenen Ansprüche an, mit denen man an das Werk von Dominic Burns herangeht. Entpuppt sich die Geschichte doch als eigenwilliger Genre-Mix der ganz bestimmt einige Schwächen aufweist, aber dennoch eine äußerst interessante Story erzählt, die zudem auch spannend in Szene gesetzt wurde. Dabei enthält das Geschehen Anleihen von einem Slasher, bietet größtenteils gute Thrillerkost, um dann jedoch zum Ende hin auch das mysteriöse Element in die Geschichte einzubinden. Letzteres wird von vielen Leuten als eher albern angesehen, was aber sicherlich im Auge des jeweiligen Betrachters liegt. Mir persönlich hat die übernatürliche Note nämlich ganz gut gefallen ujnd zeugt nicht zwangsläufig von Einfallslosigkeit, so wie einige andere das behaupten.

Wie dem aber auch sei, Burns ist es vortrefflich gelungen, seiner Geschichte einen konstant ansteigenden Spannungsbogen zu verleihen, der im Zusammenspiel mit der gelungenen Grundstimmung für ein erstklassiges Sehvergnügen sorgt. Da sich fast der gesamte Film im Flugzeug abspielt, nehmen die folgenden Ereignisse dann auch äußerst bedrohliche Züge an. Verschwundene Passagiere und ermordete Piloten stellen den Zuschauer vor ein Rätsel, dessen Lösung ziemlich lange im Dunkeln gehalten wird. Gleichzeitig ist eigentlich jeder verdächtig, denn die einzelnen Personen bieten allesamt genügend Verdachtsmomente und verhalten sich auch streckenweise so eigenartig, das man zuerst niemanden aus dem Kreis der Verdächtigen ausschließen kann. Dieser Eindruck wird auch durch die Passagen unterstützt, in denen man mit dem Bodenpersonal konfrontiert wird, das verzweifelt Kontakt zu dem Flugzeug herstellen will. Allein die Passagierliste deutet darauf hin, das sich fast nur gesuchte Verbrecher an Bord befinden, was den möglichen Täterkreis nicht gerade stark eingrenzt.

Auch das Verhalten der Protagonisten an Bord wird immer mysteriöser, bis dann so nach und nach der Schleier fällt. Ab diesem Zeitpunkt zieht dann die übernatürliche Note in die Geschichte ein die sicherlich nicht gerade logisch erscheint und auch definitiv einige Logiklöcher aufzuweisen hat. Dennoch bin ich der Meinung, das Dominic Burns hier eine durchaus gelungene Mixtur aus Horror-Thriller und Twillight Zone geschaffen hat, die sehr kurzweilige und spannende Unterhaltung bietet. Das die Story dabei nicht wirklich perfekt durchdacht ist und diverse Defizite erkennen lässt, ändert rein gar nichts daran, das der Film durchgehend sehenswert erscheint. Dafür sorgen auch die engagierten Darsteller, die größtenteils wirklich überzeugende Leistungen abliefern. Neben Mark Hamill (Krieg der Sterne) bekommt man es dabei auch noch mit einigen anderen bekannten Gesichtern zu tun, die durch die Bank sehr gut agieren.

Auch wenn ich mit meiner Meinung eventuell ziemlich allein dastehe, "Airborne" hat mir wirklich gut gefallen. Spannend, kurzweilig und mit einigen handgemachten Effekten versehen präsentiert sich ein Story, die Liebhabern perfekt durchdachter Abläufe sicherlich einige graue Haare bescheren wird, aber dennoch sehr gut zu unterhalten weiß. Am besten sollte sich jeder selbst ein Bild davon machen, denn eine Sichtung ist auf jeden Fall lohnenswert. Vielleicht wollte Dominic Burns bei seinem Regie-Erstling auch ein wenig zu viel und hat es mit dem Einfügen der übernatürlichen Elemente ein wenig übernommen, aber im Gesamtergebnis ist ein Film entstanden, der viel besser daherkommt, als es so manche Kritik vermuten lässt.


Fazit:


"Airborne" ist sicherlich keine filmische Offenbarung, aber immerhin ein äußerst unterhaltsamer B-Movie, der knapp 80 Minuten gute Unterhaltung bietet. Mit der richtigen Erwartungshaltung kommt man durchaus auf seine Kosten, sollte dabei jedoch die eigenen Ansprüche von Beginn an nicht zu hoch ansetzen.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 77 Minuten
Extras: Original Trailer, Making Of


6,5/10

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