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Donnerstag, 28. Februar 2013

Invasion U.S.A.






Invasion U.S.A.
(Invasion U.S.A.)
mit Chuck Norris, Richard Lynch, Melissa Prophet, Alexander Zale, Alex Colon, Eddie Jones, Jon DeVries, James O'Sullivan, Billy Drago, Jaime Sánchez, Dehl Berti, Stephen Markle
Regie: Joseph Zito
Drehbuch: Aaron Norris / James Bruner
Kamera: Joao Fernandes
Musik: Jay Chattaway
Keine Jugendfreigabe
USA / 1985

Als der russische Agent Rostov zusammen mit einer Horde von Söldnern in den Süden der USA einfällt und damit beginnt, das Land mit einer Serie von Terroranschlägen zu überziehen, muss sich die US-amerikanische Verteidigung eingestehen, dass sie auf einen derartig plötzlichen Überfall nicht vorbereitet ist. In höchster Gefahr ist aber schnelles Handeln und hartes Durchgreifen gefordert ein Fall für den Ex-Agenten und Waffenexperten Matt Hunter einen knallharten Einzelkämpfer, der kein Erbarmen kennt. Umso weniger, als er sich seinem Erzrivalen Rostov gegenübersieht denn die beiden haben ohnehin noch eine Rechnung miteinander offen...


Und wieder einmal ist Chuck Norris in der Rolle des schier unbesiegbaren Einzelkämpfers zu sehen, der es fast im Alleingang schafft die USA davor zu bewahren, in Schutt und Asche zu versinken. Fast selbstverständlich scheint dabei der Aspekt, das selbst eine kleine Armee von Terroristen nicht dazu in der Lage ist, denn furchtlosen Einzelkämpfer zu stoppen, der auf seine unnachahmliche Art rigoros die Reihen der Terror-Gruppe lichtet. Nun weiss man eigentlich ganz genau, was einen bei einem Film mit Chuck Norris erwartet, doch "Invasion U.S.A." ist wohl der Film, in dem die Action-Passagen am meisten übertrieben dargestellt werden und der auch im Bezug auf den Realitätsgehalt am unglaubwürdigsten erscheint. Das soll allerdings keineswegs als negative Kritik verstanden werden, denn wer sich einen Film mit der ehemaligen Action-Ikone anschaut, der sollte eigentlich wissen, auf welche Art Film er sich einlässt. Und so bietet sich dem Zuschauer auch hier ein Szenario, das zwar vollkommen überzogen und unglaubwürdig erscheint, andererseits allerdings einen extrem hohen Unterhaltungswert beinhaltet und so für äusserst kurzweilige Action-Unterhaltung sorgt.

Wie bei Norris-Filmen üblich, sollte man keinen gesteigerten Wert auf eine ausgefeilte und tiefgehende Geschichte legen, bekommt man doch lediglich eine solide Rahmenhandlung geboten, die mit jeder Menge Action angereichert wurde. Zwar sind die entsprechenden Passagen nicht unbedingt glaubwürdig, aber es macht einfach jede Menge Spaß, die ganzen Kämpfe, Explosionen und Schießereien zu verfolgen. Und auch wenn das Geschehen extrem vorhersehbar ist, so entwickelt sich doch ein solider Spannungsbogen, der allerdings auf keinen Fall ungeahnte Höhen erreicht. Zu sehr kennt der Zuschauer das Strickmuster, nach dem die Filme von Norris aufgebaut sind, verlaufen sie doch prinzipiell fast alle nach dem gleichen Schema, so das man keinerlei Überraschungsmomente erwarten sollte. Es handelt sich halt um die so typische 80er Jahre Action, in der ein einzelner Mann sich als unschlagbarer Held herauskristallisiert, der mit einer fast schon natürlichen Leichtigkeit auch die grössten Probleme aus dem Weg räumt.

Das Norris nicht unbedingt durch seine begrenzten schauspielerischen Fähigkeiten auffällt dürfte keine größere Überraschung darstellen, verfügt der gute mann doch höchstens über zwei verschiedene Gesichtsausdrücke. So bekommt man auch in vorliegender Geschichte den immer gleichen und schon fast stoischen Gesichtsausdruck zu sehen, der aber auch gleichzeitig eine Art Markenzeichen darstellt. Kein Lächeln, kein einziger Gesichtsmuskel, der sich auch nur annähernd bewegen würde, sondern lediglich dieser schier unbarmherzige Blick, der eiskalt und unbarmherzig ist. Man sieht also, das hier alle Zutaten für einen gelungenen Actionfilm vorhanden sind, der zwar nicht unbedingt durch einen hohen Realitätsgehalt überzeugt, dafür aber mit einem umso höheren Unterhaltungswert ausgestattet ist, der alle Norris-Fans begeistern dürfte.

Regisseur Joseph Zito hat hier wirklich alles richtig gemacht, denn genau einen solchen Film erwartet der Zuschauer ganz einfach, wenn Mr. Norris die Hauptrolle spielt. Denn hier erwartet man ganz einfach keine Story mit Tiefgang und auch erstklassige schauspielerische Leistungen sind nicht unbedingt gefragt. Stattdessen offenbart sich dem Betrachter ein herrlich überzogenes Action-Spektakel, bei dem man nicht groß überlegen muss, sondern einfach nur die grandios übertriebenen Action-Passagen geniesst, die einem hier geboten werden. Man kann über die Werke mit Norris sagen was man will, fast alle sind äusserst unterhaltsam und erfreuen sich einer ziemlich großen Fan-Gemeinde, was auch durchaus berechtigt ist.


Fazit:


"Invasion U.S.A." ist ein vollkommen überzogener Actioner der 80er Jahre, in dem Action-Ikone Chuck Norris einmal mehr zur absoluten Höchstform aufläuft und seinen Gegnern das Fürchten lehrt. Für höhere Ansprüche ist dieses Werk ganz sicher nicht geeignet, wer allerdings seine Freude an einem herrlichen Action-Spektakel ohne größeren Nährwert hat, der wird hier bestens bedient.


8/10

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