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Mittwoch, 13. Februar 2013

The Fog - Nebel des Grauens (1980)









The Fog - Nebel des Grauens
(The Fog)
mit Adrienne Barbeau, Jamie Lee Curtis, Janet Leigh, John Houseman, Tom Atkins, James Canning, Charles Cyphers, Nancy Kyes, Ty Mitchell, Hal Holbrook, John F. Goff, George "Buck" Flower, Regina Waldon, Jim Haynie, Darrow Igus
Regie: John Carpenter
Drehbuch: John Carpenter
Kamera: Dean Cundey
Musik: John Carpenter
FSK 16
USA / 1980

Am Lagerfeuer erzählt ein alter Kapitän von einem an der Küste von Antonio Bay durch falsche Positionslichter gesunkenen Schiff, das sechs Männer des Ortes ausraubten. Am Vorabend der Hundertjahrfeier legt sich Nebel über die Stadt, unerklärliche Dinge geschehen. Im Leuchtturm wird die junge Stevie von übersinnlichen Phänomenen bedroht. Die Einwohner flüchten in die Kirche, wo sie Pater Malone aufklärt: Die Geister der ertrunkenen Seeleute fordern Rache, wollen je einen Nachkommen der damaligen Mörder. Pater Malone ist der letzte.


Es soll ja sogar Leute geben, die diesen Film als langweilig empfinden, was ich persönlich absolut nicht nachvollziehen kann. Vielmehr ist es Altmeister John Carpenter mit diesem Werk von 1980 gelungen, einen absoluten Klassiker des Genres zu kreieren, der heute längst seinen wohlverdienten Kultstatus genießt und aus dem Horror-Genre nicht mehr wegzudenken ist.

Wohl kaum ein anderer Regisseur versteht es so brillant, ohne übermäßige Härte und Brutalität einen so spannenden und atmosphärisch dichten Horrorfilm zu produzieren, wie es Carpenter mit diesem Film einmal mehr unter Beweis gestellt hat. Es ist ihm hier gelungen, eine solide Story mit ziemlich einfachen technischen Mitteln so spannend in Szene zu setzen, das der Zuschauer vom Geschehen richtiggehend gefesselt wird. Dafür sorgt allein schon die sich sehr schnell entfaltende Grundstimmung des Films, die extrem dicht, unheimlich und bedrohlich ist.

Einfachste Mittel, wie der gute alte Trockeneisnebel und eine erstklassige Filmmusik, die man ja von Carpenter gewohnt ist, sorgen hier dafür, das beim Zuschauer so manches Mal eine Gänsehaut entsteht, die er auch nicht so schnell wieder los wird. Fast zwangsläufig wird man von der aufkommenden Atmosphäre gefangengenommen und kann sich selbst wenn man es will, nicht dagegen wehren. Zu stark ist die Faszination, die von "The Fog" ausgeht und genau deswegen zählt der Film auch sicherlich zu den modernen Horror-Klassikern.

Wie in fast allen seinen Filmen kommt Carpenter auch hier fast gänzlich ohne härtere oder blutige Passagen aus, die dem Film aber meiner Meinung nach auch viel eher geschadet hätten. So beschränkt sich der Film auf die ureigensten Zutaten, die schon den Horrorfilm der frühen Jahre so ausgezeichnet haben, nämlich eine gute und sehr solide Geschichte, einen sehr straff gezogenen Spannungsbogen, solide Darsteller und vor allem eine etragroße Portion Atmosphäre.

Das hier vorliegende Gesamtwerk ist sicher eine der besten Arbeiten des Altmeisters, auch wenn einige Leute das eventuell anders sehen mögen. "The Fog" ist jedenfalls in Sachen Grusel-Feeling nicht so leicht zu schlagen und zählt nicht umsonst zu den erwähnenswerten Klassikern des Genres.


10/10

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